edenfinder
← Edenfinder Journal

Flüge · 2. September 2026 · 9 Min. Lesezeit

Handgepäck: Flüssigkeiten und Größe, was wirklich gilt

Die 100-ml-Regel wurde nie aufgehoben. Welche Flughäfen heute 2 Liter erlauben, warum es je nach Terminal wechselt und welche Größe wirklich gilt.

Handgepäck: Flüssigkeiten und Größe, was wirklich gilt

An einem Dienstagmorgen kommst du in Frankfurt in Terminal 3 mit einer 1,5-Liter-Flasche durch die Kontrolle, und niemand sagt etwas. Geht dein Flug am selben Morgen von Gate C4, landet dieselbe Flasche im Müll. Fraport veröffentlicht beide Regeln auf derselben Seite. Keine davon ist ein Fehler.

So steht es 2026 um das Handgepäck. Die Flüssigkeitsgrenze ist keine europäische Regel mehr, sondern eine Regel der einzelnen Kontrollspur, und sie wechselt zwischen zwei Terminals, zwischen Abflug und Umsteigekontrolle und zwischen Hin- und Rückflug derselben Reise. Die Maße sind ein eigenes Problem mit einer eigenen Antwort: kein EU-Gesetz legt sie fest, die Zentimeter schreibt die Airline, und das kostenlose Gepäckstück mit 40 x 30 x 15 cm, das alle zitieren, ist ein Versprechen der Branche und kein Recht.

Die Regel, die nie aufgehoben wurde

Du hast irgendwo gelesen, die 100-ml-Grenze sei Geschichte. Ist sie nicht, und der Grund lohnt zwei Minuten.

Die Grundregel steht in Ziffer 4.1.3.1 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998, und sie ist kein Verbot. Sie ist eine Ausnahme von der Kontrolle: Behälter bis 100 ml, in einem einzigen durchsichtigen, wiederverschließbaren Beutel bis 1 Liter, gehen ohne Sonderbehandlung durch. Größere Behälter waren in der Kabine immer zulässig, sofern ein Gerät sie tatsächlich kontrollieren konnte.

Dann kam die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2108 vom 29. Juli 2024, am 31. Juli 2024 zusammen mit dem Beschluss (EU) 2024/2109 im Amtsblatt veröffentlicht und seit dem 1. September 2024 anwendbar. Sie fügte Ziffer 12.4.2.10 ein: Standardgeräte der Kategorie C3 für Handgepäck, die vor dem 1. August 2024 das EU Stamp oder EU Stamp pending erhalten haben, dürfen Flüssigkeiten nur bis 100 ml je Behälter kontrollieren.

Diese Ziffer steht immer noch dort, in der konsolidierten Fassung ab 22. März 2026 ebenso wie in der Fassung ab 1. Oktober 2026, und die einzige 2026 erlassene Änderung, die Durchführungsverordnung (EU) 2026/449, betrifft Flüssigkeiten nicht.

Wie kommt ein Flughafen dann heraus? Nicht über ein neues Gesetz. Erwägungsgrund 9 der Verordnung von 2024 sagt, die Beschränkung könne aufgehoben werden, sobald die Kommission Berichte aus dem Common Evaluation Process der ECAC erhält, die belegen, dass überarbeitete C3-Konfigurationen den Erkennungsstandard erfüllen. Also eine neue Prüfung und ein neues Siegel, Gerät für Gerät. Es gibt kein Aufhebungsdatum, weil es nichts aufzuheben gibt.

Das erklärt auch, warum es nirgends eine amtliche Liste freigegebener Flughäfen gibt. Die Einzelheiten stehen im Durchführungsbeschluss C(2015) 8005, der nicht veröffentlicht ist, und die Siegel liegen in einer geschlossenen Datenbank. Die Bürgerinformation der Kommission selbst, zuletzt am 16. Juni 2026 geprüft, nennt weiterhin 100 ml und den Ein-Liter-Beutel als europäische Norm.

VTBS-luggage screening
Foto: User:Mattes · Public domain · Wikimedia Commons

Wo heute mehr als 100 ml wirklich gehen

Flughäfen, die es auf ihren eigenen Seiten schreiben, gelesen am 6. September 2026:

  • Rom Fiumicino: bis 2 Liter je Behälter seit dem 26. Juli 2025, Laptops und Tablets bleiben in der Tasche. Für Flüge in die USA und nach Israel bei Airlines mit Abfertigung in Terminal 1 sowie für Umsteiger aus Nicht-Schengen-Staaten ohne One-Stop-Security-Abkommen gilt weiter die alte Regelung. Über 2 Liter nur leer.
  • Dublin: 2 Liter je Behälter seit Mitternacht am 17. September 2025, und gar kein durchsichtiger Beutel mehr nötig.
  • Heathrow: 2 Liter in den Terminals 2, 3, 4 und 5, Flüssigkeiten und Laptops bleiben in der Tasche. Aber nichts über 100 ml auf Flügen nach Australien.
  • Frankfurt: 2 Liter an den meisten Kontrollstellen in Terminal 1 und in ganz Terminal 3. Weiterhin 100 ml an den Gates C1, C2, C4 und C6, an bestimmten Sonderkontrollstellen in Terminal 1 und an allen Transferkontrollen.
  • München: 2 Liter nur dort, wo die CT-Scanner stehen, vom Flughafen benannt als Terminal 1 Modul D (Ebene 05), Terminal 1 Pier und zentrale Kontrollstelle in Terminal 2. Du kannst trotzdem an eine konventionelle Spur geschickt werden.
  • Zürich: 2 Liter seit dem 26. Juni 2026, aber nur für Passagiere, die ihre Reise dort beginnen. Für Umsteiger gelten 100 ml und der Ein-Liter-Beutel über 2026 hinaus.
  • Amsterdam Schiphol: weiterhin 100 ml, ein Beutel pro Person. Schiphol datiert diese Grenze auf den 1. September 2024, was ziemlich genau zeigt, welche Vorschrift hier greift.

Paris, Madrid, Barcelona und Mailand fehlen mit Absicht: Ich konnte beim Schreiben keine aktuelle Aussage dieser Betreiber lesen, und eine Lücke ist mir lieber als das, was andere Seiten raten. Die einzige Prüfung, die etwas taugt, ist die Sicherheitsseite deines Abflughafens, für beide Enden der Reise. Die Schweizer Aufsicht schreibt es ohne Umschweife: eine Reise kann je nach eingesetzter Ausrüstung unterschiedlichen Bestimmungen unterliegen.

Die Ausnahmen, die überall gelten

  • Medikamente und Babynahrung. Das EU-Recht nimmt sie nicht von der Kontrolle aus, es verpflichtet die Flughäfen, sie zu kontrollieren, und das ist etwas anderes als wegnehmen. Das Vereinigte Königreich erlaubt an allen Flughäfen bis zu 2 Liter für notwendige medizinische Zwecke, besondere Ernährungsbedürfnisse, Babynahrung und Babymilch. Heathrow verlangt oberhalb von 2 Litern ein Rezept oder ein ärztliches Schreiben.
  • Duty free, aber nur versiegelt im Sicherheitsbeutel mit sichtbarem Kassenbon, und nur solange ihn niemand öffnet. Beim Umsteigen sagst du es der Kontrolle vorher, dann wird neu versiegelt. Die Schweiz erkennt die Ausnahme nur für Käufe an einem Schweizer, EU- oder EFTA-Flughafen oder an Bord einer Airline aus diesem Raum an.
  • Leere Flaschen. Eine Mehrwegflasche kommt problemlos durch, solange sie an der Kontrolle leer ist. Zürich nimmt die Thermosflasche nur leer, auch unter der 2-Liter-Regelung.

Zwei Dinge hängen nicht vom Gerät ab und sind deshalb an jedem EU-Flughafen identisch. Was als Flüssigkeit zählt: Zahnpasta, Gel, Sirup, Rasierschaum, alles mit dieser Konsistenz, dazu der Inhalt von Druckbehältern. Und Klingen: Messer und Scheren über 6 cm bleiben aus der Kabine draußen.

Overhead bins (6389156645)
Foto: SuperJet International · CC BY-SA 2.0 · Wikimedia Commons

Wie groß die Tasche sein darf, und wer das wirklich entscheidet

Kein EU-Gesetz legt heute die Maße des Handgepäcks fest, und die Reform wird es auch nicht tun. Erwägungsgrund 45 des angenommenen Textes sagt, die Airlines sollten eine vernünftige Politik zu den Maßen festlegen, und schiebt einheitliche Mindestregeln auf eine spätere Überprüfung.

Das Urteil, das alle zitieren, ist Vueling, Rechtssache C-487/12 vom 18. September 2014: Der Gerichtshof schrieb in den Entscheidungsgründen, nicht im Tenor, dass Handgepäck keinem Preiszuschlag unterworfen werden darf, sofern es angemessenen Anforderungen an Gewicht und Abmessungen entspricht. In dieser Bedingung steckt der ganze Streit, denn die Abmessungen schreibt die Airline. Spanien las es auf seine Art und verhängte am 22. November 2024 gegen fünf Billigfluglinien Bußgelder von zusammen 178.933.631,99 Euro, davon 107.775.777 Euro allein gegen Ryanair. Nach spanischen Presseberichten setzte ein Madrider Gericht am 19. Juni 2025 die Bußgelder gegen Ryanair und Norwegian vorläufig aus, und bis zum 6. September 2026 war zu keiner der fünf Strafen eine Entscheidung in der Sache ergangen. Am 8. Oktober 2025 eröffnete die Kommission gegen Spanien ein Vertragsverletzungsverfahren wegen ebendieser Lesart, und am 28. Januar 2026 entschied ein Brüsseler Gericht, dass weder Artikel 23 noch die Vueling-Rechtsprechung eine Airline verpflichtet, eine größere Tasche kostenlos zu befördern als die von ihr zugelassene.

Was dich heute schützt, ist ein Versprechen, kein Gesetz. Am 2. Juli 2025 bestätigte Airlines for Europe, dass die Mitgliedsairlines begonnen hatten, ein persönliches Gepäckstück von 40 x 30 x 15 cm anzuwenden, das Maß, auf das sich die EU-Verkehrsminister am 5. Juni 2025 geeinigt hatten, mit allen Mitgliedern bis zum Ende der Sommersaison 2025. Es ist eine Untergrenze und keine Obergrenze, kein Passagier kann es einklagen, und Wizz Air gehört A4E nicht an.

Die von den Airlines selbst veröffentlichten Maße:

  • Ryanair: freie Tasche 40 x 30 x 20 cm unter dem Sitz. Der 10-kg-Trolley mit 55 x 40 x 20 cm braucht Priority.
  • easyJet: freie Tasche 45 x 36 x 20 cm bis 15 kg, die großzügigste kostenlose Unter-dem-Sitz-Regel unter den großen Billigfliegern. Die Tasche mit 56 x 45 x 25 cm kostet.
  • Wizz Air: freie Tasche 40 x 30 x 20 cm und 10 kg, Trolley 55 x 40 x 23 cm mit WIZZ Priority. Rollen dürfen höchstens 5 cm dazugeben.
  • Lufthansa: persönliches Gepäckstück 40 x 30 x 15 cm in jeder Klasse, Bordgepäck 8 kg und 55 x 40 x 23 cm. Im Tarif Economy Basic auf Kurz- und Mittelstrecke bekommst du nur das persönliche Gepäckstück, und es gibt nichts dazuzukaufen: entweder ein höherer Tarif oder Status.

Lies die letzte Zeile zweimal. Der billigste Tarif einer klassischen Airline bringt heute dieselbe Kabinenfreimenge wie ein Basic-Tarif eines Billigfliegers, was beim Preisvergleich zählt, wenn du entscheidest, wann du den Flug kaufst oder an welchem Tag Fliegen weniger kostet.

Das Gesetz, das kommt und noch nicht da ist

Die Überarbeitung der Verordnung 261/2004, derselben, die regelt, was dir bei Verspätung oder Annullierung zusteht, führt einen neuen Artikel 11a ein. Airlines werden ein persönliches Gepäckstück ohne Zusatzkosten in die Kabine lassen müssen, definiert als Gepäck bis 40 x 30 x 15 cm oder passend unter den Vordersitz. Der Trolley ist nicht erfasst: den müssen sie nur nach Maßgabe der Kabinenkapazität zulassen, ohne jede Pflicht zur Kostenfreiheit. Das Parlament wollte einen freien Trolley und hat ihn in der Vermittlung verloren.

Zwei Stellen sind wirklich nützlich. Erwägungsgrund 42 beschreibt, wofür das freie Gepäckstück da ist: Pass und Reisedokumente, wichtige Medikamente, persönliche Geräte, Lesestoff sowie Essen und Trinken passend zur Flugdauer. Und Artikel 11a Absatz 2 bestimmt, dass die Airline die Tasche in den Frachtraum geben darf, wenn Sicherheit, Kabinenkapazität oder ein Flugzeugwechsel die Mitnahme in der Kabine verhindern, aber ohne weitere Kosten für den Passagier. Das ist die Antwort auf Gebühren am Gate.

Jetzt der unbequeme Teil. Nichts davon gilt. Das Parlament hat den gemeinsamen Text am 7. Juli 2026 mit 646 gegen 12 Stimmen angenommen, und am 6. September 2026 war der Rechtsakt nicht im Amtsblatt veröffentlicht. Die Fassung, die ich gelesen habe, trägt noch Platzhalterdaten in eckigen Klammern. Es gibt derzeit kein Datum, an dem das kostenlose persönliche Gepäckstück in Europa zum Recht wird.

Eine Zeile betrifft diese Seite direkt. Erwägungsgrund 43 legt die Anzeigepflicht für den Flugpreis auf Airlines, Vermittler und Metasuchmaschinen, ein Vergleichsportal wie unseres wird den Preis inklusive Handgepäck also künftig standardmäßig vor Buchungsbeginn zeigen müssen. Das sage ich dir lieber jetzt, als so zu tun, als sei es die Regel der anderen.

Luggage compartments Airbus
Foto: User:Mattes · Public domain · Wikimedia Commons

Was ein Fehler kostet, und die Powerbank-Regel

easyJet verlangt 60 Pfund für eine große Kabinentasche, die erst am Gate dazukommt. Lufthansa verlangt zwischen 60 und 110 Euro, 60 bis 110 Franken oder 75 bis 125 Dollar, für nicht regelkonformes Bordgepäck, das beim Check-in oder am Gate auffällt. Lufthansa schreibt außerdem, dass Duty-free-Käufe kein zusätzliches Gepäckstück sind: die Flasche nach der Kontrolle konkurriert mit der Freimenge, die du schon hast.

Und dann die Regel, die Leute erwischt, die noch nie eine Flasche verloren haben. München erlaubt höchstens zwei Powerbanks pro Person mit je maximal 100 Wh, rund 27.000 mAh. Zürich erlaubt zwei Powerbanks bis 100 Wh und achtzehn Batterien bis 100 Wh, ausschließlich im Handgepäck. Aufgegeben im Koffer dürfen Powerbanks und Ersatzakkus damit gar nicht mitreisen.

Bevor du losfährst

  • Öffne die Sicherheitsseite des Abflughafens und die des Umsteigeflughafens. Kein Reiseblog, den Flughafen.
  • Ist auch nur eines der beiden Enden nicht als 2-Liter-Flughafen bestätigt, packe auf 100 ml. Kostet nichts und beendet das Thema.
  • Miss die Tasche mit Rollen und Griffen. Am Gate wird genau so gemessen.
  • Schau auf den Tarif, nicht auf die Airline. Economy Basic einer klassischen Linie und Basic eines Billigfliegers sind heute dasselbe.
  • Medikamente, Babynahrung und ein ärztliches Schreiben griffbereit halten, nicht ganz unten.
  • Prüfe auch die Daten deiner Dokumente: Gültigkeit des Reisepasses und, wenn du ohne EU-Pass reist, die neuen ETIAS- und Einreiseregeln.
  • Nimm dir Zeit. Unser Guide dazu, wie früh du am Flughafen sein solltest, hat die Zahlen zu den Schlangen, und bei langem Umstieg schlägt ein Zimmer stundenweise am Flughafen acht Stunden auf einer Bank.

Eine eingezogene Flasche zahlt dir niemand, aber was eine Reiseversicherung wirklich enthalten muss ist zehn Minuten vor der Buchung wert. Ist der Flug geklärt, vergleiche die Übernachtung genauso: Hotels in Frankfurt und unsere Reiseziel-Guides, mit Live-Preisen der Seiten, die verkaufen, und der Kurtaxe obendrauf, wo eine Stadt sie erhebt.

Edenfinder

Das Paradies hat einen Preis. Wir finden ihn niedriger.

Wir vergleichen die Preise derselben Hotels auf allen großen Buchungsplattformen, mit direkten Links zur richtigen Seite.

Ihr Hotel suchen →

Häufige Fragen

Gilt die 100-ml-Regel 2026 noch?

Ja, als Standard. Ziffer 12.4.2.10 des Anhangs der Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998, eingefügt durch die Verordnung (EU) 2024/2108 und seit dem 1. September 2024 anwendbar, steht weiterhin im konsolidierten Text und begrenzt vor dem 1. August 2024 zertifizierte C3-Geräte auf 100 ml je Behälter. Ein Flughafen kommt nur heraus, indem seine Geräte neu geprüft und neu zertifiziert werden. Die Grenze fällt also gerätweise, nicht an einem europäischen Stichtag.

An welchen Flughäfen darf ich heute mehr als 100 ml mitnehmen?

Nach den eigenen Seiten der Betreiber, gelesen am 6. September 2026: Rom Fiumicino und Dublin erlauben bis 2 Liter je Behälter, Heathrow in den Terminals 2 bis 5, Frankfurt an den meisten Kontrollen in Terminal 1 und in ganz Terminal 3, München an drei namentlich genannten CT-Kontrollstellen und Zürich für Passagiere, die dort starten. Schiphol bleibt bei 100 ml. Eine amtliche EU-Liste gibt es nicht, also die Sicherheitsseite des Abflughafens für beide Richtungen prüfen.

Brauche ich den durchsichtigen Ein-Liter-Beutel noch?

Das hängt von der Kontrollstelle ab. Wo 100 ml gelten, brauchst du einen einzigen durchsichtigen, wiederverschließbaren Beutel bis 1 Liter, einen pro Person, und der Inhalt muss bequem hineinpassen. Dublin hat den Beutel mit der Umstellung auf 2 Liter ganz abgeschafft, und Fiumicino, Heathrow und Frankfurt lassen Flüssigkeiten an den neuen Spuren in der Tasche. Bist du dir bei beiden Enden der Reise nicht sicher, nimm ihn trotzdem mit.

Ist kostenloses Handgepäck in der EU schon ein Recht?

Noch nicht, und der Trolley ohnehin nicht. Die überarbeitete Verordnung 261/2004 macht nur das persönliche Gepäckstück bis 40 x 30 x 15 cm kostenlos, und sie war am 6. September 2026 nicht im Amtsblatt veröffentlicht, es gibt also kein Anwendungsdatum. Heute garantiert dieses Maß allein die freiwillige Zusage der Mitgliedsairlines von Airlines for Europe, die kein Passagier einklagen kann und die Wizz Air nicht erfasst.

Was kostet zu großes Handgepäck am Gate?

easyJet verlangt 60 Pfund, wenn die große Kabinentasche erst am Gate dazukommt. Lufthansa verlangt zwischen 60 und 110 Euro, 60 bis 110 Franken oder 75 bis 125 Dollar, für nicht regelkonformes Bordgepäck beim Check-in oder am Gate. Beides wird vor Ort fällig, weshalb sich das Nachmessen mit Rollen und Griffen lohnt.